Kanja Sturmwelle der König von Sturzbach und der Menschen, schäumte innerlich vor unterdrücktem Temperament. Seine engsten Berater, die mit ihm in einem kleineren Besprechungszimmer des Schlosses saßen, konnten ihm die Emotionen ansehen. Und es war verständlich schließlich ging es nicht nur um das Schicksal des Menschenreiches, sondern auch des gesamten Großen Bündnisses. Seit dem Verschwinden der Cerneen lief alles aus dem Ruder.
In den letzten Jahren hatten sie stets dafür gesorgt, dass die Grenzen des Menschenreiches stabil gesichert waren aber nun? Dabei hatten die Bewohner des Waldes von Thymian gerade geschafft die Gnolle aus ihren Wäldern zu vertreiben und damit begonnen ihre zerstörten Siedlungen wiederaufzubauen. Lediglich wenige einzelne der Fellbiester zogen noch durch die Wälder, aber nach und nach würden die Rosmarinritter sie schon alle erwischen.
Mehr Sorgen bereiten Kanja die inneren Konflikte der Menschen. Die Galganten hatten sich inzwischen fest in der Macissteppe angesiedelt und diese Gruppe an revolutionären die gegen den Adel wetterten, fand immer mehr Zuspruch unter der ländlichen Bevölkerung. Und dass alles wegen einiger weniger Adliger die ihre Positionen missbrauchten. Doch immerhin hielten diese Abtrünnigen sich in der aktuellen Situation ruhig. Ihre Anführerin Harissa hatte sogar einem Waffenstillstand eingewilligt, damit sich die beiden Menschenlager auf ihre Grenzen zum Nachtschattenwald konzentrieren konnten.
Gerade die allgemeine Bevölkerung fürchtete was in diesem dunklen Geäst lauerte. Es hieß, dass die Hexe, die dort hausen soll, eine Arme aus toten züchte, um Rache an den Menschen zu nehmen. Wahrscheinlich steckte sie mit den Sünden unter einer Decke und wird von ihnen angetrieben. Das dunklen in dieser Welt hatte sich zumindest deutlich verstärkt seitdem die Cereen verschwunden sind.
Überall waren bislang unbekannte übermächtige Monster aufgetaucht, welche selbst die tapfersten Söldner in die Flucht schlugen. Bis jetzt war es niemandem gelungen diese Monster zu besiegen aber viel schlimmer war die Vorstellung, dass sich diese Bestien irgendwo vielleicht zu einem Großangriff sammelten. Doch die Menschen konnten es sich nicht leisten noch mehr Späher loszuschicken, die nie wieder zurückkehrten, um Bericht zu erstatten. Und besonders in diesen Zeiten denn nicht nur waren die Cerneen verschwunden, sondern mit ihrem Verschwinden ist auch die Verbindung zu zahllosen Warpgates abgebrochen. Lediglich die Hauptstädte waren noch über den Warp miteinander verbunden. Wo sollte dies alles nur hinführen.
Dies waren die Probleme der Menschen. Doch sie würden nicht klein beigeben. Schließlich war es ihnen und einer ihrer Expeditionen durch angeheuerte Söldner zu verdanken, dass sie im Sommer letzten Jahres die Blauschimmer-Pest eine unbekannte Krankheit, die sich in der Omega World ausgebreitet hatte, besiegt hatten. Helden wie diese waren gefragt, um nun das Schicksal zum Guten zu wenden und dem Verschwinden der Cerneen auf den Grund zu gehen sowie das Rätsel um die versiegten Warp Gates zu lüften.